Ein Poster oder Plakat lässt sich hervorragend
selbst kreieren, so dass nur noch der Druck bei einer
Online-Druckerei in Auftrag gegeben werden muss. Das Poster
wird dann im sogenannten CMYK-Farbmodell, also im Vierfarbdruck,
gedruckt und bietet auf diese Weise die höchstmögliche
Farb- und Druckqualität. Hierfür muss das Bild,
das als Poster oder Plakat gedruckt werden soll, jedoch
erst einmal mit Photoshop bearbeitet werden. Dabei ist
der Kreativität, was das Motiv angeht, freien Lauf
gelassen. Das Gleiche gilt für die Bearbeitung. Beachtet
werden sollte dabei, dass das Bild am besten digital bearbeitet,
nicht vorher eingescannt wird, da ansonsten die Qualität
verloren geht.

Für das Plakat oder Poster wird nun in Photoshop
erst einmal eine neue Datei angelegt. Dafür geht
man in der oberen Leiste auf "Datei" und dort
auf "Neu". Nun wird das richtige Format gewählt.
Die Größe für ein Poster oder Plakat variiert
zwischen A2 bis A0 Formaten. In Photoshop lässt sich
die Größe über "Vorgabe" auswählen
oder auch direkt als Pixel oder Zentimeter eingeben. Weiterhin
muss der Farbmodus auf CMYK-Farbe eingestellt werden,
die Auflösung mindestens 150 dpi betragen, damit
das Poster bzw. das Plakat nicht unscharf wird. Der Hintergrundmodus
sollte auf "weiß" eingestellt sein und
die Datei am besten auch benannt werden. Wenn all diese
Einstellungen gemacht wurden, kann oben rechts die "OK-Taste"
gedrückt werden. Die weiße Blattdatei erscheint
nun in Photoshop.
-
Breite / Höhe in cm angeben (Postergrößen
siehe unten)
Längen- und Seitenverhältnis richtig wählen,
je ob Hoch-oder Querformat gewünscht wird.
-
Auflösung 150 dpi (Pixel / Inch)
-
CMYK als Farbmodus festlegen (RGB
ist für professionelle Drucke ungeeignet!)
-
Hintergrund weiß bei weißem
Poster-Hintergrund
passende Hintergrundfarbe falls
diese einfarbig und bekannt ist
transparenter Hintergrund, wenn ein Hintergrundfoto
oder ein Verlauf als Hintergrund verwendet wird
Gängige Postergrößen sind:
DIN A2 (42,0 x 59,4 cm), DIN A1 (84,1 x 59,4 cm) und DIN
A0 (118,9 x 84,1 cm)
Tipp: Sichern sie die Datei nach wichtigen
Bearbeitungsschritten und speichern Sie bei Bedarf verschiedene
Versionen unter verschiedenen Dateinamen (z. B. poster_gelb.psd,
poster_rot.psd etc.) ab, damit Sie am Schluss die beste
Variante für den Export ins endgültige Druck-Dateiformat
(siehe Punkt 3.) auswählen können.
2. Welche Möglichkeiten bietet der Photoshop zur
Postergestaltung?
Hierfür kann man ein einfaches Foto, z. B. eine
Aufnahme einer Person verwenden und diese im Photoshop
über „Datei“ öffnen, in der Werkzeugleiste
mit dem Symbol "Auswahlviereck" ausschneiden
und mit dem Symbol "Verschieben-Werkzeug" auf
die weiße Vorlage ziehen. Das Foto kann, falls es
noch zu klein ist, mit "Steuerung T" auf die
gewünschte Größe skaliert werden. Es sollte
aber ein hochauflösendes Foto verwendet werden, da
es auf einem riesigen Poster immer noch gestochen scharf
herauskommen soll.
Jetzt können z. B. verschiedene Bearbeitungen des
Fotos vorgenommen werden. Darunter fallen die sogenannten
"roten Augen", die mittels Photoshop schnell
behoben sind. Dafür muss das Gesicht erst einmal
vergrößert werden, was über die Navigation
erfolgt. Mit den jeweiligen Randbalken kann der Bildausschnitt
in die Mitte gerückt werden, um das Gesicht besser
und genauer zu bearbeiten. Der „Rote-Augen-Effekt“
befindet sich ebenfalls in der Werkzeugleiste als viertes
Symbol auf linker Seite. Meistens ist dort zunächst
ein Pflaster als Symbol zu sehen, was der „Bereichsreparatur-Pinsel“
ist, der einzelne Bereiche bearbeitet, aber hier nicht
benötigt wird. Um auf das „Rote Augen Werkzeug“
zu gelangen, bedarf es eines Rechtsklicks mit der Maus
auf das Symbol. Nun lassen sich die Augen ganz einfach
mit einem Klick in die Pupille bearbeiten, das Rot wird
daraus entfernt.
Auch kann man andere, verschiedene Verbesserungen vornehmen,
Kratzer, Flecken oder Pickel verschwinden oder Zähne
weißer erscheinen lassen. Dafür kann man entweder
das „Nachbelichter-Werkzeug“ oder das „Abwedler-Werkzeug“
nehmen. Bei den Zähnen muss vorher die Auswahl getroffen
werden, damit sich nicht der ganze Mund mit erhellt. Wenn
man mit den geeigneten Werkzeugen auf das Foto geht, kann
mit einem Rechtsklick die Pixelgröße gewählt
werden.
In Photoshop gibt es verschiedene Effekt-Möglichkeiten.
So kann das Bild auch mit verschiedenen Filtern bearbeitet
werden und aus einer Fotografie ein gemaltes, mit Bleistift
gezeichnetes oder kubistisches Bild entstehen. Hier gibt
es etliche Möglichkeiten der Bearbeitung, die über
die obere Leiste „Filter“ ausgewählt
und über eine Voransicht überprüft werden.
Hier lässt sich gut herumprobieren, wie sich die
verschiedenen Effekte auswirken. So kann das Bild z. B.
gespiegelt, gedreht werden oder in Wasser verschwimmen.
In der oberen Leiste findet sich weiterhin unter „Bild“
und „Anpassen“ die Möglichkeit, Tiefen
und Lichter, Helligkeit, Sättigung und ähnliche
Verfeinerungen festzulegen, um dem Bild die ganze Farb-
und Leuchtkraft zu verleihen, die es auf dem Poster haben
soll.
Natürlich lässt sich das Bild auch aus verschiedenen
Fotografien zusammensetzen und als Collage bearbeiten.
Zum Beispiel kann man den gewünschten Menschen auf
einen anderen Hintergrund setzen. Dafür muss der
Hintergrund jeweils gewählt, über „Datei“
in Photoshop geöffnet, möglicherweise über
„Bild“ – „Bildgröße“
angepasst, mittels „Auswahlviereck“ aus der
Werkzeugleiste ausgeschnitten und mit dem „Verschieben-Werkzeug“
auf die leere Fläche der Vorlage gesetzt werden.
Nun wird das nächste Foto, das die gewünschte
Person enthält, gleichfalls in Photoshop über
„Datei“ geöffnet, mit dem „Lasso-Werkzeug“
markiert und ausgeschnitten und auf den Hintergrund gezogen.
Dies wird als nächste Ebene in der Ebenen-Leiste
sichtbar. Jetzt wird das Bild mit der Navigation herangezoomt
und die überstehenden Ränder der Person entweder
ausgeschnitten oder ganz einfach wegradiert. Dafür
findet sich in der Werkzeugleiste der „Radiergummi“.
Wichtig ist, dass die Ebenen richtig gewählt sind,
damit der Radiergummi nicht das gesamte Bild ausradiert,
sondern nur die gewünschten Ränder. Die Ebene
muss also die der Person sein, die auf den Hintergrund
eingefügt wurde. Das „Radiergummi-Werkzeug“
kann über Rechtsklick der Maus in der Größe
variiert, grob oder ganz fein eingestellt werden, je nach
Bedarf.
Mit dem „Radiergummi-Werkzeug“ werden die
Ränder ausradiert, dass das Gesicht exakt über
dem anderen liegt und an dessen Ränder angepasst
ist. Der Radiergummi ist hier besser als das „Ausschneidewerkzeug“,
da er die Ränder langsamer verschwinden lässt
und damit mehr Genauigkeit ermöglicht. Das Gesicht
wird mit dem „Lasso-Werkzeug“ bearbeitet,
mit einem Rechtsklick transformiert, damit es direkt auf
dem Hals und in der vorherigen Gesichtsform sitzt. Über
„Bild“ in der oberen Leiste, „Anpassen“
und „Farbton/Sättigung“ lässt sich
das Gesicht an die Ausgangsfarbe des Kinoplakats anpassen.
Leichte Unterschiede können mit dem „Pipetten-Werkzeug“
aus der Werkzeugleiste angepasst werden. Den geeigneten
Ton mit der Pipette wählen und dann mittels dem „Füllwerkzeug“
ausfüllen und gleichsetzen.
Das sind die kleinen Tricks der Bearbeitung eines Posters
in Photoshop.
3. Poster-Druckvorlage für den Druck exportieren
Für den Druck ist wichtig, dass die Auflösung
mindestens 150 dpi beträgt, damit beim Druck die
Qualität erhalten bleibt. Mehr Auflösung ist
nicht erforderlich, da Poster und Plakate ja zumeist aus
großer Distanz betrachtet werden und nicht aus nächster
Nähe, wie beipielsweise Fotos und Flyer. Online-Druckereien
bevorzugen zumeist PDF oder TIF (bzw. TIFF) Dateien. Das
erstellte Poster kann direkt im Photoshop als PDF oder
TIF exportiert werden.
| .psd |
offene PSD Dateien zum Bearbeiten im Photoshop |
| .tif |
fertige Druckdatei
aus dem Photoshop exportiert |
| .zip |
komprimierte
Datei für den Upload oder Mailversand |
|
Wichtig: Bewahren
Sie die offene PSD-Vorlage gut auf, damit Sie später
Änderungen am Design oder Text vornehmen können,
ohne jedesmal ein neues Poster kreieren zu müssen.
|
Unser Tipp: Falls Sie sich für TIF entscheiden,
so bietet diese Dateiform die beste Qualität, ohne
jegliche Verluste. Zudem hat TIF den wesentlichen Vorteil,
dass man die Dateien prima per Zip-Software komprimieren
und für den Upload bzw. den Versand per E-Mail optimieren
kann. Die Dateigröße eines Tiffs kann nämlich
per Zip-Programm um bis zu 90% verringert werden. Beim späteren
Entpacken durch die Datei steht dann eine verlustfreie TIF-Datei
in bester Qualität zur Verfügung.