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Poster- und Plakaterstellung im Photoshop


1. Wie erstelle ich eine Poster-Druckvorlage für den Online-Druck?

Ein Poster oder Plakat lässt sich hervorragend selbst kreieren, so dass nur noch der Druck bei einer Online-Druckerei in Auftrag gegeben werden muss. Das Poster wird dann im sogenannten CMYK-Farbmodell, also im Vierfarbdruck, gedruckt und bietet auf diese Weise die höchstmögliche Farb- und Druckqualität. Hierfür muss das Bild, das als Poster oder Plakat gedruckt werden soll, jedoch erst einmal mit Photoshop bearbeitet werden. Dabei ist der Kreativität, was das Motiv angeht, freien Lauf gelassen. Das Gleiche gilt für die Bearbeitung. Beachtet werden sollte dabei, dass das Bild am besten digital bearbeitet, nicht vorher eingescannt wird, da ansonsten die Qualität verloren geht.



Für das Plakat oder Poster wird nun in Photoshop erst einmal eine neue Datei angelegt. Dafür geht man in der oberen Leiste auf "Datei" und dort auf "Neu". Nun wird das richtige Format gewählt. Die Größe für ein Poster oder Plakat variiert zwischen A2 bis A0 Formaten. In Photoshop lässt sich die Größe über "Vorgabe" auswählen oder auch direkt als Pixel oder Zentimeter eingeben. Weiterhin muss der Farbmodus auf CMYK-Farbe eingestellt werden, die Auflösung mindestens 150 dpi betragen, damit das Poster bzw. das Plakat nicht unscharf wird. Der Hintergrundmodus sollte auf "weiß" eingestellt sein und die Datei am besten auch benannt werden. Wenn all diese Einstellungen gemacht wurden, kann oben rechts die "OK-Taste" gedrückt werden. Die weiße Blattdatei erscheint nun in Photoshop.

Wichtige Parameter:

  1. Breite / Höhe in cm angeben (Postergrößen siehe unten)
    Längen- und Seitenverhältnis richtig wählen, je ob Hoch-oder Querformat gewünscht wird.
  2. Auflösung 150 dpi (Pixel / Inch)
  3. CMYK als Farbmodus festlegen (RGB ist für professionelle Drucke ungeeignet!)
  4. Hintergrund weiß bei weißem Poster-Hintergrund
    passende Hintergrundfarbe falls diese einfarbig und bekannt ist
    transparenter Hintergrund, wenn ein Hintergrundfoto oder ein Verlauf als Hintergrund verwendet wird

Gängige Postergrößen sind:

DIN A2 (42,0 x 59,4 cm), DIN A1 (84,1 x 59,4 cm) und DIN A0 (118,9 x 84,1 cm)

Tipp: Sichern sie die Datei nach wichtigen Bearbeitungsschritten und speichern Sie bei Bedarf verschiedene Versionen unter verschiedenen Dateinamen (z. B. poster_gelb.psd, poster_rot.psd etc.) ab, damit Sie am Schluss die beste Variante für den Export ins endgültige Druck-Dateiformat (siehe Punkt 3.) auswählen können.

2. Welche Möglichkeiten bietet der Photoshop zur Postergestaltung?

Hierfür kann man ein einfaches Foto, z. B. eine Aufnahme einer Person verwenden und diese im Photoshop über „Datei“ öffnen, in der Werkzeugleiste mit dem Symbol "Auswahlviereck" ausschneiden und mit dem Symbol "Verschieben-Werkzeug" auf die weiße Vorlage ziehen. Das Foto kann, falls es noch zu klein ist, mit "Steuerung T" auf die gewünschte Größe skaliert werden. Es sollte aber ein hochauflösendes Foto verwendet werden, da es auf einem riesigen Poster immer noch gestochen scharf herauskommen soll.

Jetzt können z. B. verschiedene Bearbeitungen des Fotos vorgenommen werden. Darunter fallen die sogenannten "roten Augen", die mittels Photoshop schnell behoben sind. Dafür muss das Gesicht erst einmal vergrößert werden, was über die Navigation erfolgt. Mit den jeweiligen Randbalken kann der Bildausschnitt in die Mitte gerückt werden, um das Gesicht besser und genauer zu bearbeiten. Der „Rote-Augen-Effekt“ befindet sich ebenfalls in der Werkzeugleiste als viertes Symbol auf linker Seite. Meistens ist dort zunächst ein Pflaster als Symbol zu sehen, was der „Bereichsreparatur-Pinsel“ ist, der einzelne Bereiche bearbeitet, aber hier nicht benötigt wird. Um auf das „Rote Augen Werkzeug“ zu gelangen, bedarf es eines Rechtsklicks mit der Maus auf das Symbol. Nun lassen sich die Augen ganz einfach mit einem Klick in die Pupille bearbeiten, das Rot wird daraus entfernt.

Auch kann man andere, verschiedene Verbesserungen vornehmen, Kratzer, Flecken oder Pickel verschwinden oder Zähne weißer erscheinen lassen. Dafür kann man entweder das „Nachbelichter-Werkzeug“ oder das „Abwedler-Werkzeug“ nehmen. Bei den Zähnen muss vorher die Auswahl getroffen werden, damit sich nicht der ganze Mund mit erhellt. Wenn man mit den geeigneten Werkzeugen auf das Foto geht, kann mit einem Rechtsklick die Pixelgröße gewählt werden.

In Photoshop gibt es verschiedene Effekt-Möglichkeiten. So kann das Bild auch mit verschiedenen Filtern bearbeitet werden und aus einer Fotografie ein gemaltes, mit Bleistift gezeichnetes oder kubistisches Bild entstehen. Hier gibt es etliche Möglichkeiten der Bearbeitung, die über die obere Leiste „Filter“ ausgewählt und über eine Voransicht überprüft werden. Hier lässt sich gut herumprobieren, wie sich die verschiedenen Effekte auswirken. So kann das Bild z. B. gespiegelt, gedreht werden oder in Wasser verschwimmen. In der oberen Leiste findet sich weiterhin unter „Bild“ und „Anpassen“ die Möglichkeit, Tiefen und Lichter, Helligkeit, Sättigung und ähnliche Verfeinerungen festzulegen, um dem Bild die ganze Farb- und Leuchtkraft zu verleihen, die es auf dem Poster haben soll.

Natürlich lässt sich das Bild auch aus verschiedenen Fotografien zusammensetzen und als Collage bearbeiten. Zum Beispiel kann man den gewünschten Menschen auf einen anderen Hintergrund setzen. Dafür muss der Hintergrund jeweils gewählt, über „Datei“ in Photoshop geöffnet, möglicherweise über „Bild“ – „Bildgröße“ angepasst, mittels „Auswahlviereck“ aus der Werkzeugleiste ausgeschnitten und mit dem „Verschieben-Werkzeug“ auf die leere Fläche der Vorlage gesetzt werden. Nun wird das nächste Foto, das die gewünschte Person enthält, gleichfalls in Photoshop über „Datei“ geöffnet, mit dem „Lasso-Werkzeug“ markiert und ausgeschnitten und auf den Hintergrund gezogen. Dies wird als nächste Ebene in der Ebenen-Leiste sichtbar. Jetzt wird das Bild mit der Navigation herangezoomt und die überstehenden Ränder der Person entweder ausgeschnitten oder ganz einfach wegradiert. Dafür findet sich in der Werkzeugleiste der „Radiergummi“. Wichtig ist, dass die Ebenen richtig gewählt sind, damit der Radiergummi nicht das gesamte Bild ausradiert, sondern nur die gewünschten Ränder. Die Ebene muss also die der Person sein, die auf den Hintergrund eingefügt wurde. Das „Radiergummi-Werkzeug“ kann über Rechtsklick der Maus in der Größe variiert, grob oder ganz fein eingestellt werden, je nach Bedarf.

Mit dem „Radiergummi-Werkzeug“ werden die Ränder ausradiert, dass das Gesicht exakt über dem anderen liegt und an dessen Ränder angepasst ist. Der Radiergummi ist hier besser als das „Ausschneidewerkzeug“, da er die Ränder langsamer verschwinden lässt und damit mehr Genauigkeit ermöglicht. Das Gesicht wird mit dem „Lasso-Werkzeug“ bearbeitet, mit einem Rechtsklick transformiert, damit es direkt auf dem Hals und in der vorherigen Gesichtsform sitzt. Über „Bild“ in der oberen Leiste, „Anpassen“ und „Farbton/Sättigung“ lässt sich das Gesicht an die Ausgangsfarbe des Kinoplakats anpassen. Leichte Unterschiede können mit dem „Pipetten-Werkzeug“ aus der Werkzeugleiste angepasst werden. Den geeigneten Ton mit der Pipette wählen und dann mittels dem „Füllwerkzeug“ ausfüllen und gleichsetzen.

Das sind die kleinen Tricks der Bearbeitung eines Posters in Photoshop.

3. Poster-Druckvorlage für den Druck exportieren

Für den Druck ist wichtig, dass die Auflösung mindestens 150 dpi beträgt, damit beim Druck die Qualität erhalten bleibt. Mehr Auflösung ist nicht erforderlich, da Poster und Plakate ja zumeist aus großer Distanz betrachtet werden und nicht aus nächster Nähe, wie beipielsweise Fotos und Flyer. Online-Druckereien bevorzugen zumeist PDF oder TIF (bzw. TIFF) Dateien. Das erstellte Poster kann direkt im Photoshop als PDF oder TIF exportiert werden.

.psd
offene PSD Dateien zum Bearbeiten im Photoshop
.tif
fertige Druckdatei aus dem Photoshop exportiert
.zip
komprimierte Datei für den Upload oder Mailversand

Wichtig: Bewahren Sie die offene PSD-Vorlage gut auf, damit Sie später Änderungen am Design oder Text vornehmen können, ohne jedesmal ein neues Poster kreieren zu müssen.


Unser Tipp:
Falls Sie sich für TIF entscheiden, so bietet diese Dateiform die beste Qualität, ohne jegliche Verluste. Zudem hat TIF den wesentlichen Vorteil, dass man die Dateien prima per Zip-Software komprimieren und für den Upload bzw. den Versand per E-Mail optimieren kann. Die Dateigröße eines Tiffs kann nämlich per Zip-Programm um bis zu 90% verringert werden. Beim späteren Entpacken durch die Datei steht dann eine verlustfreie TIF-Datei in bester Qualität zur Verfügung.

Photoshop ist eine eingetragene Marke von Adobe Systems Incorporated / USA und/oder anderen Ländern.
Wir stehen in keinerlei Verhältnis zu Adobe Systems Incorporated.

 

 

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